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Auszug aus unserem Wetterblog
Hier präsentieren wir Ihnen einen Auszug in Form der letzten fünf Beiträge aus unserem Wetterblog. Weitere spannende Informationen finden Sie unter http://blog.wetterstats.de.
 
Heißester Tag in Berlin seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Vor drei Tagen hatten wir bereits angekündigt, dass die Hitze mit dem heutigen Sonntag ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen wird. Dass jedoch neue Allzeitrekorde aufgestellt werden, konnte man nur erahnen.

Tatsächlich wurde heute nicht nur die höchste Juni-Temperatur gemessen. Gleichzeitig war dies an einigen Berliner Wetterstationen der höchste Ganzjahreswert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Hier eine Übersicht:

StandortRekord (alt)DatumRekord (neu)Datum
Berlin-Pankow (privat)35,7°C04.07.201536,1°C30.06.2019
Berlin-Schönefeld38,0°C08.08.201838,4°C30.06.2019
Berlin-Tegel 37,7°C11.07.201038,6°C30.06.2019
Berlin-Tempelhof 38,1°C11.07.195938,5°C30.06.2019

Die Wetterstationen wurden in den Jahren 1948 (Tempelhof), 1963 (Tegel), 1967 (Schönefeld) und 2012 (Pankow - privat) in Betrieb genommen.

Wie im vorherigen Beitrag bereits geschrieben, erwartet uns nun ein wahrer Temperatursturz. Bereits morgen werden nur noch Werte zwischen 24 und 29°C erreicht. Am Dienstag geht es noch weiter bergab (20 bis 24°C) und bereits am Mittwoch sind die Tageshöchstwerte mit 16 bis 20°C vergleichbar mit den Tiefstwerten für die kommende Nacht.

Einige Wettermodelle rechnen geringe Niederschläge für die kommenden Tage. Da es in Pankow zuletzt am 21.06. geregnet hat (siehe auch Meteorologische Ereignisse), ist dies erneut nur der bereits mehrfach genannte berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Eine erneute Hitzewelle ist vorerst nicht in Sicht, weswegen wir nun alle erst einmal durchatmen können. Allerdings ist auch nicht abzusehen, wann es den nächsten dringend benötigten Regen geben wird.

Hoffen wir - vor allem für die Natur - das Beste.

Veröffentlicht: 30.06.2019 - 22:41 Uhr


Nach der Hitze ist vor der Hitze

Lange haben wir nichts mehr von uns lesen lassen. Dies liegt daran, dass wir aktuell keine Wetterstation im Netz haben, die durchweg repräsentative Werte liefert.

Unsere Station in Berlin-Pankow ist an einem Balkon angebracht weswegen lediglich Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte sowie die daraus berechenbaren Werte wie Gewitterindex und Taupunkt nutzbar sind.

Die Planung sieht allerdings vor, dass wir ab September Daten aus Finowfurt empfangen. Spätestens dann (sofern alles so kommt wie geplant) wird es wieder regelmäßig Wetterinfos und -auswertungen geben.

Kommen wir zum eigentlichen Thema:

Wer hat in den letzten beiden Tagen nicht geschwitzt? Mit Temperaturen von bis zu 37°C in der Region (bei uns in Pankow waren es "nur" 35,4°C am gestrigen Mittwoch) wurde vielerorts der höchste Juni-Wert seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnungen gemessen.

Schuld daran war ein Hochdruckgebiet welches sich von Osteuropa bis in den Alpenraum erstreckte, sowie ein Tiefdruckgebiet über Spanien und Portugal. Dadurch wurde die heiße Luft von der Sahara direkt bis nach Berlin und Brandenburg geführt.

Hochdruckkomplex über Mittel- und Osteuropa mit Tiefdruckgebieten über Spanien/Portugal und Nordafrika

In der zurückliegenden Nacht kam mit dem Durchzug einer Kaltfront endlich die langersehnte Abkühlung. Hier konnte man sehr gut beobachten, dass mit einem Luftmassenwechsel (warm auf kalt oder umgekehrt) nicht immer Gewitter einhergehen müssen.

Wer nun aber denkt, dass das Schlimmste überstanden sei, den müssen wir leider enttäuschen. Der eigentliche Hitzehöhepunkt wird mit Werten zwischen 34 und 39°C am kommenden Sonntag erwartet. Erst zur Mitte der nächsten Woche wird es mit Temperaturen um 23°C deutlich kühler. Mit Niederschlägen ist nach derzeitigem Stand leider nicht zu rechnen.

Das war es erst einmal wieder von uns. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Abend und kommen Sie gut durch die heißen Tage.

Veröffentlicht: 27.06.2019 - 21:24 Uhr


In jedem Abschied liegt ein Neuanfang

Nachdem die Sensoreinheit unserer Messstation in Schönow am gestrigen Frauentag vollständig ausgefallen ist (Grund war eine leere Batterie in der Sensoreinheit), haben wir uns dafür entschieden, die Wetterstation schon früher als ursprünglich geplant vom Netz zu nehmen.

Zehn Monate lang lieferte sie uns (einigermaßen) repräsentative Daten von einem Ort, der dem Autor dieses Beitrags in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr ans Herz gewachsen ist. Doch heute hieß es: Abschied nehmen.

Unsere Wetterstation auf dem Dach einer Doppelhaushälfte in Schönow

Auch das Wetter zeigte am heutigen Tag, was im März möglich ist: Blitz und Donner, einhergehend mit starken Niederschlägen und stürmischen Windböen. Es war ein Abschied mit Pauken und Trompeten.

Diese Wetterstation findet ihr neues "Zuhause" auf dem Dach des Mehrfamilienhauses, von dem die Station in Pankow (derzeit angebracht an einem Balkon) seit 2012 fleißig ihre Daten sendete. Auch sie wurde heute - durch den Austausch - vom Netz genommen. Repräsentative Daten erwarten wir innerhalb der kommenden zwei Wochen.

Die Stationen Finowfurt und Großziethen werden voraussichtlich ab September Wetterdaten senden. Bei Petershagen lassen wir uns überraschen und hoffen, dass es nicht allzu lange dauern wird.

Zum Abschluss noch ein kurzer Ausblick auf das Wetter:

Wir kennen es bereits auf dem vergangenen Jahr: Alle warten auf den Frühling und was kommt? Schnee! Montagvormittag erreicht uns aus Südwesten ein Schneefallgebiet, welches uns bis in die Mittagsstunden beschäftigen wird. Durch die bis zum frühen Morgen auf 1 Grad sinkende Temperatur kann es durch Schnee und Matsch - vor allem in den ländlichen Regionen - rutschig werden auf den Straßen.

In den kommenden Tagen melden wir uns mit einem "Wetter spezial" bei dem wir die Daten der Station Schönow auswerten.

Veröffentlicht: 10.03.2019 - 00:23 Uhr


Gewitter, stürmische Böen und starke Niederschläge

So lässt sich der heutige Tag kurz und knapp zusammenfassen. Doch bevor wir zur neuen Wetterwarnung kommen, gehen wir etwas intensiver auf das heutige Wettergeschehen ein.

Während es in den frühen Morgenstunden relativ mild war, erreichte den Standort Schönow gegen 12.25 Uhr der erste Schwall kühler Luft, begleitet von stürmischen Windböen und leichten Niederschlägen.

Innerhalb von 20 Minuten fiel die Temperatur von 14,4°C auf 8,4°C. In Spitzen wurden Windgeschwindigkeiten von 62,8 km/h gemessen, was Windstärke 8 (stürmischer Wind) entspricht.

Die zweite Frontpassage erreicht Berlin-Pankow gegen 17.05 Uhr.

Anschließend beruhigte sich das Wetter wieder etwas, ab 13.30 Uhr ließ sich vermehrt die Sonne blicken und die Temperatur stieg bis zum späten Nachmittag wieder auf 12,6°C - der Wind aber blieb.

Gegen 17.15 Uhr erreichte die zweite Front Schönow. Erneut wurden stürmische Böen registriert. Während des Gewitters fielen innerhalb von fünf Minuten 2,8 Liter Regen vom Himmel. Mit 61,2 km/h wurde die zweite große Windspitze des Tages gemessen. Nach dem Durchzug lag die Temperatur bei nur noch 6,6°C.

Starke Niederschläge und stürmische Windböen sorgen für 80 wetterbedingte Einsätze bei der Berliner Feuerwehr

Die Berliner Feuerwehr registrierte 80 wetterbedingte Einsätze. Dazu zählten unter anderem Bäume, die auf die Gleise der S-Bahn fielen und so zu Ausfällen und Verspätungen führten. Auch bei der BVG gab es durch das Unwetter Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf.

In unserem gestrigen Beitrag schrieben wir, dass die Kaltfront die Region erst gegen 14 Uhr erreichen würde. Keines der Wettermodelle hatte vorhergesehen, dass der Wetterumschwung sich in zwei Extreme aufteilt - wobei der zweite Durchgang zwar berechnet, aber nicht in diesem Umfang und zu dieser frühen Uhrzeit erfasst wurde.

Nachdem die Kaltfront durchgezogen war, zeigte sich wieder die Sonne

Deutscher Wetterdienst warnt erneut vor Sturmböen

Wer dachte, dass es sich nun wieder beruhigt, der irrt: Der Deutsche Wetterdienst hat für den morgigen Dienstag eine neue Warnung vor Sturmböen für die Region Berlin-Brandenburg herausgegeben:

Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN

Di, 5. Mar, 09:00 – 18:00 Uhr

Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit Sturmböen bis 80 km/h (22m/s, 44kn, Bft 9) gerechnet werden.

Die Wettermodelle deuten nach dem morgigen Tag eine kurze Wetterberuhigung an, ehe es danach wieder recht ruppig zur Sache gehen könnte. Diesbezüglich herrscht aber große Uneinigkeit. Sollte sich diese Wetterlage tatsächlich weiter fortsetzen, melden wir uns erneut mit einer Sonderausgabe.

Veröffentlicht: 05.03.2019 - 00:00 Uhr


Gefahr von schweren Sturmböen am Montag

Ein kleines, derzeit noch über Südirland befindliches Randtief zieht in den kommenden 24 Stunden über Südengland hinweg Richtung Norwegen. Die dazugehörige Kaltfront greift im Laufe des morgigen Vormittags auf Westdeutschland über und erreicht gegen 14 Uhr unsere Region.

Randtief über Südirland mit seiner noch über dem Atlantik liegenden Kaltfront
Randtief über Südirland mit seiner noch über dem Atlantik liegenden Kaltfront (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Während des Frontdurchgangs werden stärkere Schauer, vereinzelt auch Gewitter, erwartet. Zum Wind hat der Deutsche Wetterdienst für die gesamte Region Berlin-Brandenburg eine amtliche Warnung vor Sturmböen herausgegeben:

Amtliche Warnung vor Sturmböen am Montag, 4. März 2019, zwischen 10 und 22 Uhr: Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) und 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) gerechnet werden.
Amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen

Danach (gegen 15 Uhr) lässt der Wind spürbar nach und die Sonne lässt sich öfter blicken. Mit vereinzelten Schauern muss aber noch gerechnet werden.

Wir empfehlen Ihnen, die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes im Auge zu behalten. Zu diesen gelangen Sie über diesen Link.

Warnhinweise auf unserer Internetseite

Zudem können Sie über auf unserer Seite www.wetterstats.de auf den ersten Blick sehen, ob für Ihre Region eine Wetterwarnung vom DWD vorliegt.

Passen Sie morgen gut auf sich auf.

Veröffentlicht: 03.03.2019 - 21:30 Uhr