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Auszug aus unserem Wetterblog
Hier präsentieren wir Ihnen einen Auszug in Form der letzten fünf Beiträge aus unserem Wetterblog. Weitere spannende Informationen finden Sie unter https://blog.wetterstats.de.
 
Herzlich Willkommen, Großziethen

Es ist vollbracht! Unsere Wetterstation in Großziethen ist nun online.

In Betrieb genommen wurde sie bereits am 1. März. Allerdings musste noch eine kurze Testphase durchlaufen werden um wirklich sicher zu gehen, dass sie Daten ohne Ausfälle übertragen werden.

Die bisher empfangenen Daten lassen schon erahnen, was uns dort an Messwerten erwarten könnte. Großziethen scheint vom Berliner Klima sehr geprägt zu sein, was mit der besonderen Lage des Ortes zu tun haben könnte.

Wer nicht genau weiß, wo Großziethen liegt, hier ein paar Infos:

Großziethen ist der westlichste Ortsteil der Gemeinde Schönefeld, die wiederum im Landkreis Dahme-Spreewald liegt. Der Ort grenzt im Norden und Osten an den Berliner Bezirk Neukölln, im Westen an den Bezirk Tempelhof-Schöneberg und ist somit förmlich umgeben von der dichter besiedelten Großstadt.

Orte, wo sich die Luft auf dem Weg von Berlin zur Wetterstation hin abkühlen könnte, gibt es fast gar nicht. Dadurch ist es hier bei bestimmten Wetterlagen nachts teilweise wärmer als beispielsweise in Berlin-Pankow.

In Großziethen kommt eine andere Webcam zum Einsatz als an unseren anderen Standorten in Pankow und Finowfurt. Durch diese ist es möglich, auch die Nachtwolken im Ansatz zu beobachten. In klaren Nächten sieht man in den Zeitrafferaufnahmen die Sterne über den Himmel ziehen.

Auch die Tagesaufnahmen können sich sehen lassen:

Bewölkung am 05.03.2020 um 13 Uhr über Großziethen
Bewölkung am 05.03.2020 um 13 Uhr über Großziethen

Alle Messwerte, Tagesübersichten, Warnungen, Webcam- und Zeitrafferaufnahmen unserer neuen Station finden Sie auf https://grossziethen.wetterstats.de. Für die Freunde mobiler, kleiner Endgeräte (Smartphones) gibt es eine internetkontigentsparende Kurzübersicht auf https://m.wetterstats.de/grossziethen. Wer die Werte ALLER Stationen miteinander vergleichen möchte, ist auf der Desktopversion unserer Hauptseite https://www.wetterstats.de gut aufgehoben.

Ein herzliches Dankeschön richten wir an die Eigentümer des "Wetterstations-Hauses" in Großziethen, ohne die die Inbetriebnahme dieser Wetterstation nicht möglich gewesen wäre.

Veröffentlicht: 05.03.2020 - 22:31 Uhr

Wetter aktuell - Der Regen lässt nach

Heute war es in weiten Teilen von Berlin-Brandenburg sehr ungemütlich: Neben teils stürmischen Böen (am Schönefelder Flughafen wurde eine Böe der Stärke 9 gemessen) fiel auch sehr viel Regen vom Himmel.

Verantwortlich dafür war eine Kaltfront, die von Nord nach Süd die Region überquerte und sich dabei verstärkte. Dies sorgte dafür, dass an unserer nördlichsten Wetterstation in Finowfurt lediglich 6 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen wurden. In Berlin-Pankow waren es schon 11,2 Liter und in Frankfurt (Oder) reichte es für 17,2 Liter.

Heutige Niederschlagsmengen (links: Berlin-Pankow, mitte: Finowfurt, rechts: Frankfurt (Oder)
Heutige Niederschlagsmengen (links: Berlin-Pankow, mitte: Finowfurt, rechts: Frankfurt (Oder)

Die letzten Regenschauer ziehen nun südostwärts ab. Allerdings erwarten uns schon morgen Nachmittag neuer Regen, der vor allem im Norden Brandenburgs auch von einzelnen Schneeflocken durchsetzt sein kann. Glätte ist allerdings kein Thema.

Veröffentlicht: 23.02.2020 - 23:54 Uhr

Und täglich grüßt das Murmeltier

Während wir gerade dabei waren, etwas über das Wetter für den morgigen Sonntag zu schreiben, gab der Deutsche Wetterdienst eine neue Wetterwarnung vor Sturmböen heraus. Bevor wir aber zur Vorhersage für morgen kommen, widmen wir uns dieser Warnung.

Die amtliche Warnung vor Sturmböen gilt bis morgen früh (6 Uhr) für die Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Uckermark, Barnim und Märkisch-Oderland, den nördlichen Oder-Spree-Kreis und den Norden der Prignitz sowie für die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder).

Warnkarte des DWD
Aktuelle Warnkarte des DWD

Die Warnung im Wortlaut:

Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN
Sa, 22. Feb, 22:19 – So, 23. Feb 06:00 Uhr

Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 80 km/h (22m/s, 44kn, Bft 9) gerechnet werden.

Quelle: DWD

Update (23.02.2020 - 11.25 Uhr):

Für die gesamte Region gibt es nun eine amtliche Warnung vor Sturmböen. Für den Süden Brandenburgs gilt diese heute bis 22 Uhr, für den Westen und Norden Brandenburgs von 17 Uhr bis Montagnacht, 2 Uhr sowie für den Rest der Region von 19 Uhr bis 4 Uhr.

Der Sonntag wird seinem Namen nicht gerecht

Wer am morgigen in Teilen Berlins verkaufsoffenen Sonntag shoppen gehen möchte, sollte seinen Regenschirm nicht vergessen. Bereits am Vormittag erreicht uns von Westen her teils mäßiger Dauerregen, der bis in die Abendstunden anhalten wird.

Derzeit sind sich die Modelle noch nicht sicher, wieviel Regen tatsächlich vom Himmel fallen wird. Die meisten gehen jedoch von Werten von 10 - 15 Liter pro Quadratmeter aus (entspricht - je nach Region - ca. ein Viertel bis ein Drittel des Monatssolls).

Heute haben wir an unseren beiden Stationen in Frankfurt (Oder) und Finowfurt (Berlin-Pankow ist leider nicht repräsentativ) das durchschnittliche Monatsmittel erreicht. Somit können wir jetzt schon sagen, dass dieser Februar als viel zu nass in die Statistik eingehen wird. Lassen wir uns also überraschen, was bis zum Monatsende noch zusammenkommt.

Veröffentlicht: 22.02.2020 - 23:01 Uhr

Amtliche Warnung vor Sturmböen

In der kommenden Nacht überquert eine Kaltfront von West nach Ost unsere Region und erreicht gegen ca. 1 Uhr die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und das westliche Havelland. Mit dem Durchgang des Frontensystems, welches von bereits im Vorfeld von Regen mäßiger Intensität begleitet wird, werden in diesen Landesteilen bis ca. 2.30 Uhr Windböen bis 80 km/h erwartet - in Schauernähe auch darüber.

Warnkarte vom Deutschen Wetterdienst für die kommende Nacht
Warnkarte vom Deutschen Wetterdienst für die kommende Nacht

Bereits gegen 3 Uhr liegt der Schwerpunkt im Landkreis Oberhavel. Auch in allen anderen westlichen Landesteilen kann es nun zu Windböen der Stärke 7 kommen (vereinzelt auch mehr). Eine Stunde später ist dann die gesamte Region Berlin-Brandenburg.

Die offizielle Warnung des Deutschen Wetterdienstes, welche für ganz Berlin und Brandenburg gilt, im Wortlaut:

Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN
Do, 20. Feb, 23:00 – Fr, 21. Feb 06:00 Uhr

Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit schweren Sturmböen bis 90 km/h (25m/s, 48kn, Bft 10) gerechnet werden.

Quelle: DWD

Sollten Sie unterwegs sein, meiden Sie Gebiete, in denen viele Bäume stehen. Es können lose Äste oder Gegenstände herunterfallen.

Passen Sie gut auf sich auf.

Veröffentlicht: 20.02.2020 - 22:04 Uhr

"Sabine" ist Geschichte - Vorhang auf für "Victoria"

Bevor wir uns mit dem bevorstehenden Windereignis befassen, werfen wir erst einmal einen Blick zurück auf das, was das Orkantief "Sabine" in unserer Region veranstaltet hat.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für alle Landesteile der Region eine Warnung vor Sturmböen (für den Westen des Landes sogar eine Unwetterwarnung) herausgegeben. Die Sturmwarnung wurde im Laufe des Abends noch heraufgestuft.

Orkantief "Sabine" mit Zentrum an der Westküste Norwegens
Orkantief "Sabine" mit Zentrum an der Westküste Norwegens (Quelle: DWD)

Gewarnt werden kann viel und schon vor Eintreffen des Wetterereignisses wurden in den sozialen Medien kritische Stimmen laut, dass ja nur "ein lauhes Lüftchen" weht. Zu verantworten haben diese Denkweise einiger Nutzer die Medien (wir berichteten dazu mehrfach in der Einleitung unserer Artikel, so z. B. hier) , die aus jeder Windböe einen Monsterorkan machen und sich seriöse Wetterdienste wie der Deutsche Wetterdienst oder Kachelmannwetter unnötigerweise rechtfertigen müssen.

Der Sturm zog, wie von seriösen Quellen prognostiziert, über Deutschland hinweg. In einigen Regionen Deutschlands (auch bei uns) war es den Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Die Deutsche Bahn stellte den Fernverkehr komplett ein. Letztendlich wurden den Versicherern bisher Sturmschäden im hohen zweistelligen Millionenbetrag gemeldet.

Doch was sagen die Zahlen?

Für den 9. Februar wurde in Finowfurt um 13.25 Uhr eine maximale Windgeschwindigkeit von 56,3 km/h (Windstärke 7) gemessen. In Norddeutschland würde man von einer "steifen Brise" sprechen. Etwas mehr zur Sache ging es gegen 20.25 Uhr in Frankfurt (Oder). Hier wurden 64,4 km/h registriert, was Windstärke 8 (stürmischer Wind) entspricht.

Kaltfront vom Sturmtief "Sabine" liegt quer über der Region
Kaltfront vom Sturmtief "Sabine" liegt quer über der Region (Quelle: DWD)

Dramatischer wurde es mit dem Durchgang der Kaltfront in der Nacht zum Montag: Unsere Station in Finowfurt registrierte gegen 2.35 Uhr eine Windböe von 75,6 km/h und kurz darauf schüttete es wie aus Eimern. Um 2.40 Uhr wurden uns für die zurückliegenden 5 Minuten 3,8 Liter Niederschlag gemeldet. Blitze wurden ebenfalls im Norden Brandenburgs gesichtet.

Gemächlicher ging es Frankfurt (Oder) zu, wo gegen 3.35 Uhr 56,3 km/h gemessen wurden. Dort kamen im Kern der Kaltfront innerhalb von 5 Minuten 1,2 Liter Regen zusammen.

Stärkere Windgeschwindigkeiten meldeten die offiziellen Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes in der Mitte und im Westen Brandenburgs:

OrtWindgeschwindigkeitDatum - Uhrzeit
Schönefeld-Flughafen98 km/h (Windstärke 10)10.02.2020 - ca. 3.50 Uhr
Berge96 km/h (Windstärke 10)10.02.2020 - ca. 3.00 Uhr
Wiesenburg89 km/h (Windstärke 9)10.02.2020 - ca. 2.50 Uhr

Mit der Kaltfront wurde es auch merklich kühler. Die Temperatur ging von 13,2°C auf 7,1°C zurück.

Temperaturverlauf an unserer Station in Finowfurt während des Durchgangs der Kaltfront
Temperaturverlauf an unserer Station in Finowfurt während des Durchgangs der Kaltfront

Ist "Victoria" genauso stürmisch wie "Sabine"?

Die Antwort lautet ganz klar: Nein.

In unserer Region brauchen wir uns nicht so viele Gedanken machen, wie beim zurückliegenden Orkantief. Dennoch sollte man von Sonntagsspaziergängen im Wald Abstand nehmen.

Im Laufe der Nacht nimmt der Wind weiter zu. Sonntagvormittag werden in ganz Berlin und Brandenburg Böen der Stärke 5 bis 6 erwartet.

Im weiteren Verlauf des Tages muss in ganz Berlin und Brandenburg mit Windböen der Stärke 7 bis 8 gerechnet werden. Der stärkste Wind wird mit dem Durchgang des Frontensystems im Nordwesten Brandenburgs gegen 22 Uhr berechnet. Hier sind dann auch Sturmböen der Stärke 9 möglich.

Südlich von Island präsentiert sich "Victoria" als eindrucksvoller Tiefdruckwirbel
Südlich von Island präsentiert sich "Victoria" als eindrucksvoller Tiefdruckwirbel (Quelle: DWD)

Anders als bei "Sabine" wird die Kaltfront im weiteren Verlauf immer schwächer, weswegen im Rest der Region nicht mit solchen Windgeschwindigkeiten gerechnet werden muss. Schon am Montagvormittag wird der Wind spürbar nachgelassen haben.

Für die gesamte Prignitz sowie für den nördlichen Teil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin hat der Deutsche Wetterdienst folgende Warnung ausgesprochen:

Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN
So, 16. Feb, 12:00 – Mo, 17. Feb 00:00 Uhr

Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) aus südwestlicher Richtung auf.

Quelle: DWD

Sobald es Neuigkeiten gibt, halten wir Sie an dieser Stelle selbstverständlich auf dem Laufenden.

Veröffentlicht: 15.02.2020 - 23:45 Uhr

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