Wetterstats.de || Aktuelle Messwerte / Archiv || Stationsstandorte || Wetterblog || Wissenswertes

Auszug aus unserem Wetterblog
Hier präsentieren wir Ihnen einen Auszug in Form der letzten fünf Beiträge aus unserem Wetterblog. Weitere spannende Informationen finden Sie unter https://blog.wetterstats.de.
 
Von der Krux bei den Wettervorhersagen im Frühling und Herbst

Für den gestrigen Montag haben wir - zumindest für den Norden der Region - mit unserer letzten Vorhersage ordentlich daneben gelegen. Statt tristem Novembergrau gab es ab den Mittagsstunden jede Menge Sonne. Die meisten im Norden des Landes werden sich über den unverhofft goldenen Herbsttag gefreut haben.

Exakte Wettervorhersagen im Frühjahr und Herbst zu erstellen, ist bei Wetterlagen, in denen ein Zwischenhoch mitspielt, nahezu unmöglich. Grund hierfür ist, dass niemand zu 100% weiß, ob sich der Hochnebel auch tatsächlich auflöst. So kann es beispielsweise in Finowfurt trüb sein, während nebenan in Eberswalde die Sonne scheint und für beide Orte wurde beispielsweise starke Bewölkung vorhergesagt.

Auch für die kommenden beiden Tage ist es sehr schwer zu sagen, wie das Wetter genau wird: Dieses Mal ist es ein Niederschlagsgebiet über Westpolen, welches sich nicht so recht entscheiden kann, ob es bis nach Berlin zieht oder ob es nur die östlichen Landesteile Brandenburgs besuchen möchte. Dementsprechend sehen auch die Berechnungen der einzelnen Modelle sehr unterschiedlich aus.

Sonnenuntergang bei leichtem Hochnebel (heute aufgenommen von unserer Wettercam in Finowfurt)
Sonnenuntergang bei leichtem Hochnebel
(heute aufgenommen von unserer Wettercam in Finowfurt)

Wir sind aber mutig und trauen uns dennoch an eine Wettervorhersage:

Bereits am heutigen Abend erreicht leichter Regen den Südosten der Region. In den übrigen Landesteilen nimmt erst im Laufe der Nacht zum Mittwoch die Bewölkung zu, hier bleibt es aber trocken. Die Tiefstwerte liegen bei 4 bis 1 Grad.

Am Mittwochvormittag lässt sich vereinzelt die Sonne blicken, bevor von Südosten her die Bewölkung erneut zunimmt. Zum Abend hin ist der Region um Cottbus mit ersten Niederschlägen zu rechnen. Bis zum Sonnenuntergang steigt das Quecksilber auf Werte um 5 Grad Celsius.

In der Nacht zum Donnerstag fängt es auch in den anderen östlichen Landesteilen an zu regnen, während es westlich von Berlin trocken bleibt. Noch vor Sonnenaufgang ist der "Spuk" im Südosten Brandenburgs aber schon wieder vorbei. Die Temperaturen liegen am Morgen bei 4 bis 1 Grad.

Am Donnerstag zieht das Regengebiet nach Norden/Nordosten ab, sodass es ab den Mittagsstunden auch in der Uckermark trocken bleibt. Die Sonne bekommen wir mit etwas Glück im Westen Brandenburgs ab und an mal zu sehen. Die Tageshöchstwerte pendeln sich bei ca. 4 Grad Celsius ein. Zum Abend hin nimmt der Wind spürbar zu.


Noch etwas in eigener Sache: Wenn Sie über das Wetter in Berlin und Brandenburg immer auf dem Laufenden und nicht immer von Facebook, Twitter & Co abhängig sein möchten, können Sie gern auch unseren kostenlosen Wetter-Newsletter abonnieren. So verpassen Sie garantiert nichts mehr :)

Veröffentlicht: 12.11.2019 - 20:10 Uhr

Nachts Frost, tagsüber normal temperiert

Während der Großteil der Region Berlin-Brandenburg einen freundlichen Herbsttag erleben durfte, blieb es im Nordosten Brandenburgs bei neblig-trübem Wetter eher ungemütlich.

Viel Nebel und dichte Wolken bestimmten heute das Wetter im Nordosten der Region, wie das Bild von unserer Wettercam in Finowfurt zeigt.
Viel Nebel und dichte Wolken bestimmten heute das Wetter im Nordosten der Region, wie das Bild von unserer Wettercam in Finowfurt zeigt.

Dies wird sich auch morgen fortsetzen. Hier die Aussichten:

In der kommenden Nacht wird es vor allem in der Mitte und im Norden sehr neblig. Die Temperaturen gehen auf Werte zwischen +1°C in der Berliner Innenstadt und -3°C in den ländlichen Gegenden zurück. Es ist überall (vor allem in den Regionen mit Nebel) mit überfrierender Nässe zu rechnen.

Bis Montagvormittag, 10 Uhr, gibt es eine amtliche Wetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst:

Amtliche WARNUNG vor FROST
So, 10. Nov, 21:00 - Mo, 11. Nov 10:00 Uhr


Es tritt leichter Frost bis -3 °C auf. In Bodennähe wird mäßiger Frost bis -6 °C erwartet.

Quelle: Deutscher Wetterdienst

Eine weitere amtliche Wetterwarnung vor Nebel gibt es für die Landkreise Havelland, Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Potsdam, Berlin sowie den nördlichen Regionen von Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald:

Amtliche WARNUNG vor Nebel
So, 10. Nov, 19:00 - Mo, 11. Nov 09:00 Uhr

Es tritt verbreitet Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern auf.

Quelle: Deutscher Wetterdienst

Sollten Sie unterwegs sein, fahren Sie vorsichtig!

Der Montag wird im Süden des Landes freundlich. Während sich in der Mitte die Sonne durch die hochnebelartige Bewölkung "fressen" kann, bleibt es im Norden Brandenburgs erneut herbstlich trüb. Die Temperaturen erreichen in der grauen Nebelsuppe nur Werte um 2 Grad. Im Rest des Landes steigt das Quecksilber, je nach Sonneneinstrahlung, auf Werte zwischen 4 und 7 Grad.

Die Sonne begleitete uns heute den ganzen Tag über beim Aufbau unserer Wetterstation in Großziethen. Die ersten Daten erwarten wir - mit Bereitstellung der nötigen Infrastruktur - ab Januar 2020.
Die Sonne begleitete uns heute den ganzen Tag über beim Aufbau unserer Wetterstation in Großziethen. Die ersten Daten erwarten wir - mit Bereitstellung der nötigen Infrastruktur - ab Januar 2020.

Auch die Nacht zum Dienstag wird anfangs frostig. Die Tiefsttemperatur wird mit 0 bis -2 Grad gegen Mitternacht erreicht. Im weiteren Verlauf nimmt auch im Süden Brandenburgs die Bewölkung zu und bis zum Morgen steigen die Temperaturen auf Werte zwischen 5 und 3 Grad.

Am Dienstag wendet sich das Blatt: Während es im Norden und in der Mitte des Landes für ein paar Sonnenstrahlen reicht, bleibt es im Süden meist grau. Die Temperaturen ändern sich nur wenig und liegen am Nachmittag zwischen 4 und 6 Grad.

An allen Tagen fällt kein nennenswerter Niederschlag.

Auch wenn es für den einen oder anderen sehr frisch vorkommt: Die Temperaturen sind der Jahreszeit entsprechend. Bisher war der November (z. B. in Finowfurt) etwa 3 Grad zu warm.

Veröffentlicht: 10.11.2019 - 19:48 Uhr

Das Wetter am Tag des Mauerfalls

Jeder hat seine eigene kleine Geschichte, die er mit dem 9. November 1989 verbindet: Einer war arbeiten, der andere wiederum saß zu Hause auf dem Sofa und hat die Nachrichten vor dem Fernseher - sofern vorhanden - verfolgt. Andere wiederum haben dieses historische Ereignis einfach verschlafen und wunderten sich am nächsten Morgen über die vielen Menschenmassen, die auf der Straße unterwegs waren.

Doch wissen Sie noch, wie das Wetter an diesem Tag in Berlin gewesen ist? Nein? Dann lesen Sie weiter.

In der Nacht zum 9.11.1989 fiel aus einer geschlossenen Wolkendecke immer wieder leichter, teils mäßiger Regen. Bei überwiegend leichtem Wind aus westlicher Richtung sank die Temperatur bis zum Morgen auf Werte zwischen 4 und 5 Grad.

Der Tag begann, wie die Nacht endete: Überwiegend wolkenverhangen. Gegen Mittag setzte sich für ein paar Stunden die Sonne durch, ehe es sich wieder von Westen her zuzog. Leichter Regen setzte gegen 17 Uhr ein und sollte bis ca. 19 Uhr andauern. Die Höchsttemperaturen lagen bei 10 bis 11 Grad Celsius. Der Wind wehte schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen.

OrtSonnenscheindauer
Berlin-Dahlem2 Stunden 54 Minuten
Berlin-Tegel2 Stunden 30 Minuten
Berlin-Tempelhof2 Stunden 36 Minuten

Ab 20 Uhr war es in der ganzen Stadt trocken. Durch den tagsüber gefallenen Regen und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit waren Straßen und Gehwege noch nass. Dies sollte auch die ganze Nacht über so bleiben.

Das Satellitenbild vom 9. November 1989 zeigt ein nach Osten abziehendens Regengebiet.
Das Satellitenbild vom 9. November 1989 zeigt ein nach Osten abziehendens Regengebiet. (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Auch in der Nacht zum 10.9.1989 fiel kein Regen mehr. Zum Morgen hin, bedingt durch die tiefen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit, wurde es sehr dunstig. Das Quecksilber sank bis zum Sonnenaufgang auf Werte zwischen 3 Grad am "Alex" und -1 Grad in Berlin-Zehlendorf. In 5cm Höhe wurden teilweise sogar nur -3 Grad gemessen. Der Wind drehte von West auf Süd und war mit Böen der Stärke 1 bis 2 nur bedingt wahrnehmbar.

Am 10. November 1989 war es mit Höchstwerten von 9 bis 10 Grad sehr sonnig und trocken und bot all denen, die mal kurz "rüber" wollten, perfektes Wetter.

Jeder kennt die historischen Fernsehaufnahmen aus der Nacht des Mauerfalls mit den feuchten Gehwegen und nassen Straßen. Nun wissen Sie auch, wie das Wetter an diesem historischen Tag tatsächlich gewesen ist. :)

Veröffentlicht: 09.11.2019 - 20:32 Uhr

Viel Wind um nichts

Sobald ein etwas stärkeres Tiefdruckgebiet auf Europa zuzieht, flippen wieder (fast) alle aus. Dies ist dann der Zeitpunkt, wo wir vor lauter Kopfschütteln fast ein Schleudertrauma bekommen. Hier ein paar Schlagzeilen der vergangenen Tage:

Riesen-Orkan rast auf Europa zu : So beeinflusst er das Wetter in Deutschland

Quelle: Chip.de v. 31.10.2019

Wetter: Hurrikan zieht aus dem Nichts vor Europa auf – er ist so nah wie nie!

Quelle: derwesten.de v. 30.10.2019

Wer sich aber diese Artikel dann durchliest, wird leider enttäuscht, denn der Hurrikan war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Beitrags schon längst wieder Geschichte. Auch der "Riesen-Orkan" entpuppt sich als stinknormales Sturmtief. Wenn Sie solche reißerischen Schlagzeilen irgendwo lesen, klicken Sie diese bitte nicht an. Denn nur so fördern Sie diesen unsachlichen Journalismus.

Widmen wir uns nun einem weniger aufregenden Thema, der Wettervorhersage:

Auf Facebook und Twitter haben wir bereits auf die seit dem Nachmittag bestehende Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes hingewiesen. In dieser wird erneut vor Frost in der Nacht zum Freitag gewarnt.

Während in den nördlichen und mittleren Landesteilen mit Tiefsttemperaturen zwischen 0 und -4 Grad (in Bodennähe bis -7 Grad) zu rechnen ist, sinkt das Quecksilber ab einer Linie etwa südlich von Berlin auf Werte zwischen -1 und -6 Grad ab (in Bodennähe bis -9 Grad). In der gesamten Region bleibt es trocken.

Offizielle Warnung des DWD für den Norden und die Mitte Brankenburgs.
Offizielle Warnung des DWD für den Norden und die Mitte Brankenburgs.

Der Freitag beginnt überall sehr freundlich. Erst mit Einbruch der Dunkelheit nimmt die Bewölkung zu und es beginnt zu regnen. Die Höchstwerte liegen bei 6 bis 9°C. Im Laufe des Tages wird es deutlich windiger als in den vergangenen Tagen. Sturmböen werden aber nicht erwartet.

In der Nacht zum Samstag regnet es vor allem im nördlichen Brandenburg noch etwas. Die Temperaturen liegen am Morgen bei Werten zwischen 7 und 9 Grad.

Am Samstag ist es überwiegend stark bewölkt. Hin und wieder ist mit Nierschlägen zu rechnen. Mit Werten zwischen 13 und 16 Grad wird es wesentlich wärmer als in den vergangenen Tagen.

Graues, trübes und nasses Herbstwetter erwartet und in den kommenden Tagen.
Graues, trübes und nasses Herbstwetter erwartet und in den kommenden Tagen.

Wolkenlücken gibt es in der Nacht zum Sonntag. Durch den in Böen mäßigen bis frischen Süd- bis Südwestwind kühlt es sich aber nur unwesentlich ab. Bis Sonntagmorgen sinkt das Quecksilber auf 11 bis 8 Grad ab.

Das Wetter am Sonntag unterscheidet sich nur unwesentlich von dem am Vortag: Bei Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad fällt immer wieder Regen.

Die frostigen Nächte sind somit erst einmal Geschichte.

Veröffentlicht: 31.10.2019 - 22:13 Uhr

Von frostigen Nächten und hohen Regenmengen

...und einer Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Doch der Reihe nach:

Erster Luftfrost der zweiten Jahreshälfte

In der vergangenen Nacht gab es in der Region den ersten Luftfrost des Herbstes: In Strasburg (Uckermark) gab es am Morgen -0,1°C. Noch etwas weiter sank das Quecksilber an unserer Wetterstation in Finowfurt. Dort wurde eine Tiefsttemperatur von -0,7°C um 6.35 Uhr gemessen.

Frostig wird es auch in der kommenden Nacht. Für Berlin und Brandenburg - ausgenommen davon sind große Teile der Uckermark - gibt es eine amtliche Warnung des DWD vor Frost.

Amtliche Warnung vor Frost in den gelb markierten Gebieten (Quelle: DWD)
Amtliche Warnung vor Frost in den gelb markierten Gebieten (Quelle: DWD)

Die Warnung gilt bis Montagmorgen, 8 Uhr.

Viel Regen bisher im Oktober

Ein weiteres Highlight ist zu vermelden. Ja, es gibt sie doch noch, die zu nassen Monate. Der Oktober wird zu diesen gehören, denn bereits jetzt haben wir an unserer Station im Finowfurt das Niederschlags-Soll für Oktober übererfüllt. Statt der sonst üblichen 35 Liter pro m² sind es bereits 38,6 Liter pro m². Und es soll noch einiges an Regen nachkommen.

Die nachfolgende Monatsübersicht zeigt, dass in Finowfurt vor allem der 1. und 2. Oktober sehr niederschlagsreich waren. Dies dürfte für den gesamten Norden Brandenburgs gelten, da sich vor allem dort die Regengebiete sehr lange gehalten haben.

Auszug aus der Monatsübersicht für den Oktober 2019
Auszug aus der Monatsübersicht Finowfurt für den Oktober 2019
(Quelle: wetterstats.de)

Berlin ist noch nicht ganz so weit. Hier kamen bis heute lediglich 28,8 Liter Regen vom Himmel, was 73,8% des Solls entspricht. Aber auch das wird sich noch ändern, wie unsere nachfolgende Vorschau zeigt.

Wettervorhersage

Die Nacht zum Montag bleibt klar und trocken. Mit Temperaturen zwischen 1 Grad im Stadtzentrum Berlins und -3 Grad im Süden Brandenburgs wird es erneut sehr kalt.

Am Montag ist es meist sonnig. Lediglich im Norden Brandenburgs könnten zum Nachmittag hin ein paar Wolken aufziehen, die bis zum Abend aber wieder verschwinden. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 10 und 12 Grad.

Auch die Nacht zum Dienstag startet zunächst wolkenlos. Doch bereits in der zweiten Nachthälfte kündigen sich die ersten Vorboten des den Tag bestimmenden Wetterverhältnisses an. Die Tiefsttemperaturen werden mit 2 Grad im Süden Brandenburgs und 3 Grad in der Nordhälfte bereits kurz nach Mitternacht erreicht. Im Stadtzentrum Berlins ist es mit 4 Grad nur unwesentlich wärmer.

Wolken bestimmen am Dienstag das Wettergeschehen. Vormittags ist eher im Norden der Region, nachmittags und abends im Süden mit Regen zu rechnen. Erst am Abend werden mit Werten zwischen 10 und 13 Grad die Höchsttemperaturen des Tages erreicht.

In der Nacht zum Mittwoch werden bei Tiefstwerten zwischen 10 und 8 Grad immer wieder Niederschläge erwartet, die erst in der zweiten Nachthälfte abklingen.

Nach derzeitgem Stand ist es am Mittwoch überwiegend bewölkt. Nur ab und zu lässt sich die Sonne bei Temperaturen zwischen 14 und 16 Grad blicken. Vor allem im Süden sowie in der Mitte der Region ist mit Niederschlägen zu rechnen.

Aktuell sieht es danach aus, dass die Temperaturen bis zum Wochenende weiter ansteigen und am Sonntag bei Werten um die 22 Grad liegen. Ob dies tatsächlich so kommt, ist derzeit noch schwer abzuschätzen. Damit beschäftigen wir uns in unserem nächsten Beitrag.

Veröffentlicht: 06.10.2019 - 21:52 Uhr