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Auszug aus unserem Wetterblog
Hier präsentieren wir Ihnen einen Auszug in Form der letzten fünf Beiträge aus unserem Wetterblog. Weitere spannende Informationen finden Sie unter https://blog.wetterstats.de.
 
Rutschig und kalt - aktuelle Wetterwarnungen

Der Deutsche Wetterdienst hat für Berlin und Brandenburg für die kommende Nacht zwei Wetterwarnungen herausgegeben. Beide Warnungen gelten bis Freitagvormittag, 9 Uhr.

Amtliche Warnung vor Glätte

Für Berlin sowie alle Landkreise Brandenburgs (mit Ausnahme der nördlichen Uckermark sowie der nördlichen und westlichen Prignitz) schreibt der Deutsche Wetterdienst folgendes:

Es muss vor allem auf Nebenstraßen und Brücken mit Glätte durch verbreitet sehr starke Reifablagerungen sowie verbreitet überfrierende Nässe gerechnet werden.

Quelle: https://www.dwd.de

Darüber hinaus gibt es eine amtliche Warnung vor Frost. Davon ausgenommen sind die Landkreise Prignitz, Oberhavel, weite Teile der Uckermark und des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Bei beiden letztgenannten Landkreisen gilt die Warnung nur für den äußersten Süden. Hier der Wortlaut:

Es tritt leichter Frost bis -1 °C auf. In Bodennähe wird leichter Frost bis -3 °C erwartet.

Quelle: https://www.dwd.de

Seien Sie in den betroffenen Gebieten vorsichtig unterwegs.

Veröffentlicht: 12.12.2019 - 22:25 Uhr

Warnung vor Glätte!

Im Laufe der kommenden Nacht zieht ein Regengebiet auf und erreicht in den frühen Morgenstunden den Norden Brandenburgs.

Vorher wird es mit Tiefstwerten mit -1 bis -3°C noch einmal frostig, sodass der Boden örtlich oberflächlich gefroren sein kann.

Warnung vor Glätte
Warnung vor Glätte

Wenn der Regen auf den gefrorenen Boden fällt, entsteht - vor allem auf Brücken - gefährliches Glatteis!

Mit dem südöstlichen Voranschreiten der Warmfront wird es zunehmend milder, wodurch im weiteren Verlauf auch die Glättegefahr abnimmt.

Betroffen sind alle Gebiete - vor allem die ländlichen Regionen - nördlich von Berlin.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie so früh raus müssen!

Veröffentlicht: 05.12.2019 - 22:31 Uhr

So war der November 2019 - ein Rückblick

Der erste Monat mit einer lückenloser Aufzeichnung von Wetterdaten an unserem Stationsstandort in Finowfurt liegt hinter uns. Rückwirkend betrachtet war der November (Überraschung!) alles andere als aufregend.

Temperatur

Mit einer Durchschnittstemperatur von 6,1°C in Finowfurt (+1,9 Kelvin) und 6,9°C in Berlin-Pankow (+2,4 Kelvin) war es erneut zu warm. Die höchste Temperatur wurde an beiden Standorten am 02.11.2019 mit 15,5°C (Pankow) bzw. 14,9°C (Finowfurt) gemessen. Verhältnismäßig frisch wurde es in der Nacht zum 1. November: Hier sank das Quecksilber auf -1,3°C (Pankow) bzw. -4,6°C in Finowfurt.

Berlin-PankowFinowfurt
Eistage00
Frosttage23
Kalte Tage2020

Erklärung:
Eistag = Höchsttemperatur ist niedriger als 0,0°C; Frosttag = Tiefsttemperatur ist niedriger als 0,0°C;
Kalter Tag = Höchsttemperatur liegt zwischen 0,0°C und 10,0°C


Niederschlag / Luftfeuchte

Nachdem der Oktober bereits deutlich zu nass war, sollte der November der zweite Monat in Folge mit überdurchschnittlich viel Niederschlag werden - die Natur freut's.

An 19 Tagen wurde in Finowfurt eine Niederschlagsmenge von mindestens 0,2 Liter pro Quadratmeter gemessen. Insgesamt kamen so 45,2 Liter zusammen, was 107,6% des Monatssolls entspricht. Nach einer Schneeflocke suchte man vergebens.

In Berlin-Pankow wurde an insgesamt 18 Tagen Regen registriert. Die gemessene Niederschlagssumme von 28,8 Liter ist allerdings aufgrund des ungünstigen Aufstellungsortes nicht repräsentativ.

Ohnehin hatte man (zumindest in Finowfurt) das Gefühl, dass es dauerfeucht war. Man wachte auf und sah an fast jedem Tag die Nebelschwaden vorüberziehen. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen wieder: Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit lag bei 91,6%. Typisches Novembergrau hinterließ auch in Berlin-Pankow mit 89,5% durchschnittlicher Luftfeuchte ihre Spuren.

Regen und durch hohe Luftfeuchtigkeit verursachter Nebel bestimmten überwiegend das Wetter im November. Das Bild wurde von unserer Wettercam in Finowfurt am 16.11.2019 um 13 Uhr aufgenommen.
Regen und durch hohe Luftfeuchtigkeit verursachter Nebel bestimmten weitegehend das Wetter im November. Das Bild wurde von unserer Wettercam in Finowfurt am 16.11.2019 um 13 Uhr aufgenommen.

Wind / Luftdruck

Der Wind, der überwiegend aus östlichen bis südlichen Richtungen wehte, spielte im November eher eine untergeordnete Rolle. Erst Ende des Monats wurde es am 29.11. um 15.25 Uhr mit einer gemessenen Höchstgeschwindigkeit von 49,9 km/h (Windstärke 6) in Finowfurt etwas ruppiger. Einen Tag später war allerdings schon wieder alles vorbei.

Vor allem zu Beginn und zum Ende des Monats bestimmte tiefer Luftdruck das Wettergeschehen. Der höchste Luftdruck wurde mit 1024,7 hPa am 1. um 0.16 Uhr in Finowfurt gemessen. Fast zeitgleich, nämlich um 0.00 Uhr, registrierte unsere Station in Pankow einen Wert von 1022,9 hPa.

Dann machte sich ein Tiefdruckgebiet mit viel Regen im Gepäck auf den Weg in unsere Region und ließ den Luftdruck bis zum 4. November auf 987,6 hPa in Pankow und 988,9 hPa in Finowfurt sinken.

Luftdruckentwicklung in Finowfurt im Verlauf des Novembers. Auffällig sind die Dellen zum Anfang und zum Ende des Monats.
Luftdruckentwicklung in Finowfurt im Verlauf des Novembers. Auffällig sind die Dellen zum Anfang und zum Ende des Monats.

Sonnenscheindauer / Solarstrahlung

Was bei Temperatur und Niederschlag zuviel war, war bei der registrieren Sonnenscheindauer zu wenig: Für gerade einmal 41 Stunden und 35 Minuten (= 80% des Monatssolls) hat es in Finowfurt gereicht.

Bekannterweise nimmt die Sonneneinstrahlung bis zur Wintersonnenwende immer weiter ab. Dies zeigen auch die Zahlen. Die höchste Solarstrahlung wurde am 8. um 11.45 Uhr mit 447 Watt pro Quadratmeter gemessen. Zum Vergleich: Im Sommer ist fast das dreifache an Sonneinstrahlung möglich.

Ein Bild mit Seltenheitswert für einen sonst sehr trüben Herbstmonat: 
Wolkenloser Himmel am 14.11.2019 über Berlin
Ein Bild mit Seltenheitswert für einen sonst sehr trüben Herbstmonat:
Wolkenloser Himmel am 14.11.2019 über Berlin

Ausblick auf die kommende Woche

Der Dezember startet so, wie der November endete und dümpelt vor sich hin.

Im Laufe der kommenden Woche wird sich bei Tageshöchsttemperaturen zwischen 2 und 5 Grad die eine oder andere Schneeflocke unter den Regen mischen. Nachts ist bei Werten um den Gefrierpunkt mit Glätte durch überfrierende Nässe/Reifablagerungen zu rechnen. Trockene Phasen sind vor allem zur Wochenmitte zu erwarten.

Zum Wochenende scheint sich eine erneute Wetterumstellung mit steigenden Temperaturen und zunehmenden Niederschlägen anzubahnen. In trockenen Tüchern ist hier allerdings noch nichts.

Richtiges Winterwetter mit Schnee und Kälte ist somit weiterhin nicht in Sicht.

Veröffentlicht: 01.12.2019 - 18:10 Uhr

Zwischen Modell und Wirklichkeit

Bei der Durchsicht der einzelnen Wettermodelle fiel uns am gestrigen Samstagabend auf, dass alle bei der Temperaturvorhersage daneben lagen (wir berichteten auf unserer Facebook-Seite darüber).

So wurden um 22.44 Uhr mit 3,0°C in Finowfurt und 3,3°C niedrigere Werte gemessen als für diesen Zeitpunkt berechnet. Bis zum frühen Sonntagmorgen sollten die Temperaturen den Berechnungen nach auf Werte zwischen 5°C (an beiden Standorten) und 2,6°C (Pankow) bzw. 1,8°C (Finowfurt) sinken. Die Werte sollten mit dem Sonnenuntergang - bis zum frühen Morgen - stetig sinken. Tatsächlich kam es aber anders:

Die Tiefstwerte wurden an unseren beiden Standorten kurz nach Mitternacht erreicht. Dann stieg das Quecksilber - wenn auch nur wenig - um 0,8 Kelvin und erreichte zum Sonnenaufgang den Wert von 3,9°C.

Temperatur- und Taupunkt-Verlauf der Station Berlin-Pankow in der Nacht zum 24.11.2019
Temperatur- und Taupunkt-Verlauf der Station Berlin-Pankow in der Nacht zum 24.11.2019
(Quelle: Wetterstats.de)

Dies zeigt einmal mehr, dass die Berechnung von exakten Wettervorhersagen sehr komplex ist. Trotz Supercomputern ist es heute immer noch nicht möglich, für jeden Standort das Wetter der kommenden Tage genau vorher zu sagen. Hinzu kommt, dass es private "Wetterdienste" gibt, die aus jeder Windböe einen Orkan machen und mit ihren dann reißerischen Schlagzeilen - in der Hoffnung ein paar Klicks und somit Werbeeinnahmen zu erhaschen - einen ganzen Berufszweig (den der Meteorologen) in Verruf bringen.

Das Beispiel der vergangenen Nacht zeigt, dass die Wahrheit immer irgendwo in der Mitte zu finden ist.

Wir werden die kommenden Monate nutzen, um die verschiedensten Wettermodelle hinsichtlich der Unterschiede zwischen Vorhersage und Wirklichkeit zu untersuchen und hoffen, Ihnen an dieser Stelle ab Mitte 2020 verlässliche Wettervorhersagen präsentieren zu können. Bis dahin beschränken wir uns nur auf grobe Ausblicke, besondere Wetterereignisse sowie Auswertungen.

Isobarenkarte vom 24.11.2019
Isobarenkarte vom 24.11.2019
(Quelle: DWD)

Wettervorhersage

Das über Russland liegende extrem kräftige Hochdruckgebiet (ursprünglicher Kerndruck: 1050 hPa) schwächt sich weiter ab. Die Tiefdruckgebiete, welche bisher "abgeblockt" wurden, erreichen ab Dienstag mit ihren Regen bringenden Ausläufern die Region. Der Wind dreht von derzeit östlichen auf dann südliche Richtungen.

Die Temperaturen steigen bis zur Wochenmitte auf Werte um die 10°C. Nachtfrost ist keiner zu erwarten.

In der zweiten Wochenhälfte deutet sich ein Wetterumschwung mit fallenden Temperaturen und damit einhergehenden Nachtfrösten an. Nach derzeitgem Stand bleibt auch die Niederschlagswahrscheinlichkeit weiterhin hoch. Ob dann auch die erste Schneeflocke des Herbstes für unsere Region dabei sein wird, bleibt abzuwarten. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Veröffentlicht: 24.11.2019 - 23:08 Uhr

Halbzeit-Wetterbilanz für den November

Mehr als die Hälfte des Monats ist vorbei und wir werfen einen Blick auf die zurückliegenden Wochen.

Bisher war der November mit einer Durchschnittstemperatur von 7,3°C in Berlin-Pankow und 6,2°C in Finowfurt um 2,8 Kelvin bzw. 2,0 Kelvin zu warm.

Sonnenscheindauer und Niederschlag liegen mit 26 Stunden (50%) bzw. 21,4 Liter (51%) in Finowfurt im Schnitt. In Berlin sind allerdings erst etwas mehr als ein Drittel der sonst üblichen Niederschlagsmenge vom Himmel gefallen. Regentage gab es bis einschließlich heute elf in Pankow und zwölf in Finowfurt.

Das Frontensystem des südwestlich von Island liegenden Tiefdruckwirbels reicht bis zur Iberischen Halbinsel. Hochnebelartige Bewölkung bestimmt das Wettergeschehen im Osten des Kontinents.
Das Frontensystem des südwestlich von Island liegenden Tiefdruckwirbels reicht bis zur Iberischen Halbinsel. Hochnebelartige Bewölkung bestimmt das Wettergeschehen im Osten des Kontinents. (Quelle: DWD)

Wie geht es weiter?

Nachdem das Tiefdruckgebiet mit Kern über Norddeutschland zur Nordsee abgezogen ist, stellt sich überwiegend langweiliges Novemberwetter ein. Zwischen einem Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik und einem kräftigen Hochdruckgebiet über Russland gelangt mit südlicher Strömung weiterhin relativ milde Luft in die Region.

Mit nennenswerten, aber nicht kräftigen Niederschlägen rechnen einige Modelle erst ab Donnerstag wieder.

Die Temperaturen pendeln sich tagsüber bei 9 Grad und nachts bei 5 bis 6 Grad ein. Eine Ausnahme bildet die Nacht zum Mittwoch, wo es bis auf 1 Grad runtergehen kann.

Sie sehen: Spannend ist anders.

Veröffentlicht: 18.11.2019 - 18:04 Uhr

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